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Veranstaltungen


Preisträger Kino im Fluss / Lauréats Cinéfleuve 2007
8/11/2007 - 9/11/2007 - Cinéma Kino achteinhalb, Saarbrücken (D)

weitere Termine:
Freitag, 23. Samstag, 24. 11, 20.00 im Jünglingshaus Eupen, Neustraße 86, B-4700 Eupen
Unser Partner in Eupen ist der Verein Chudoscnik Sunergia (www.sunergia.be)


IvoEva

Luxemburg 2006, R u B: Sandy Lorente, K: Jako Raybaut, T: Carlo Thoss, Schn: Thierry Faber, D: Vuk Kostic, Laura Lorente, P: Samsa Films, F, 15 min, frz. OF

Eva, Tochter von Einwanderern, und Ivo, ein Asylbewerber, sehen wie ein normales Paar aus. Wie alle Verliebten träumen sie davon, zusammen zu leben und ein Leben in Frieden zu führen. Aber ihre Wirklichkeit ist weit von diesem Ideal entfernt. Beide haben ein Geheimnis und fürchten sich davor, es dem jeweils Anderen mitzuteilen, aus Angst vor einer Zurückweisung. Preis für den besten Kurzspielfilm „für seine soziale und politische, aber vor allem auch menschliche und sensible Botschaft...“. Als Gewinner des zweiten Preises beim Kieslowski-Drehbuchpreis erinnert der Film zweifellos an dessen filmisches Oeuvre - mit einer großen Ehrlichkeit und ohne jedwede Gefälligkeit und moralisierende Ansprüche“
Sandy Lorente steht am Freitag, 9. 11., im Kino achteinhalb zum Gespräch zur Verfügung.


Hille & Hömmel

Deutschland 2006, R, B, K, Ani: Anke Fuchs, M: Paul Rischer, Animation, F, 6 min, ohne Dialoge


Ruth und Leopold sind sehr unterschiedlich in ihrem Wesen. Zu Beginn des Films sterben die beiden durch unglückliche Umstände. Das Schicksal meint es gut mit Leopold. Im Vorort zu Himmel und Hölle werden die beiden verwechselt, Ruth landet in der Hölle und Leo im Himmel. Das Chaos ist perfekt, als Engel und Teufel die Nase voll haben. Preis für den besten Animationsfilm . . . „Der Film, der ohne Dialoge auskommt, aber eine exzellente Tonspur aufweist, stellt eine universelle Thematik in bester Lubitsch-Tradition dar. . . “
Anke Fuchs steht am Samstag, dem 24.11., im Jünglingshaus Eupen zum Gespräch zur Verfügung.


Drifter Studies 1-10

Deutschland 2006, R, B u Schn: Marc Misman, Animation, F, 5 min , ohne Dialoge

Individuen treffen sich, verschmelzen, trennen sich. Zehn exemplarische Gleichnisse in Form einer Pseudo-Dokumentation über die fiktive Spezies der Drifters. Preis in der Kategorie Videokunst/Experimentalfilm „In einer inhaltlich ausgezeichnet recherchierten Animation zeigt Misman eine trotz ihrer menschenfremden Art sehr beseelte Tiefseewelt“.


Anthropeau

Belgien 2006, R: Joel Godfroid, B: J. G. , Benoît Polvêche, Pailine Couteau, K: J. G. , Frédéric Noirhomme, Sch: Mathieu Piérart, M: Arnaud Riedinger, Ani: Christine Polis, Loup Brenta, P: Ambiances, 11 min , F, ohne Dialoge

Manifest einer Bildhauerkunst. Von der Gedankenwelt des französischen Bildhauers Benoît Polvêche hin zu den Bildern seiner Werke und deren Eigenleben. Lobende Erwähnung in der Kategorie Videokunst/Experimentalfilm „Die hohe Qualität der Visualisierung, die gute Kameraführung der Texturen im Makronereich und die überzeiugende Montage ... bieten dem Zuschauer die Möglichkeit, in kürzester Zeit in den Film einzutauchen“ .


Rwanda, les collines parlent

Belgien 2005, R, B u Schn: Bernard Bellefroid, K: Gil Decamp, Schn: Yannick Leroy, P: Dérives (Jean-Pierre et Luc Dardenne), F, 50 min, Omfrz+eU

Elf Jahre nach dem Völkermord begleitet der Film Überlebende und Henker, vor und nach den ersten Gacacas-Volksprozessen, wo sie sich gegenüberstehen. Obede wurde angeklagt, Kinder umgebracht zu haben und bittet um Verzeihung. Dies scheint aber nur eine zynische Strategie zu sein, um freigelassen zu werden. Gahutu hat überhaupt "kein schlechtes Gewissen" und nennt seine Opfer immer noch „Schlangen“. Schließlich kommt François, der dazu gezwungen wurde, seinen eigenen Bruder umzubringen, um am Leben zu bleiben; heute versucht er, sich mit seiner Schwägerin zu versöhnen. Durch diese drei Geschichten porträtiert der Film eine Gesellschaft, die gegen die immer noch aktuelle Ideologie des Völkermordes zu kämpfen hat. Preis für den besten Dokumentarfilm „Damit berichtet der Film über exakt die Bewältigungsversuche in einem Land, die von den internationalen Fernsehkameras nicht mehr wahrgenommen werden... Es handelt sich nicht um eine Gerichtsreportage. Der Prozess wird zur Plattform der Versöhnung; der Film macht diese Entwicklung einem europäischen Publikum sichtbar. Die Jury vergibt den Preis bewusst an einem Debütfilm, hinter dem sie ein großes kreatives Talent zu erkennen glaubt“.
Am Freitag, 23.11., Gespräch mit Bernard Bellefroid im Jünglingshaus Eupen.


Die Jury:
Kurzfilm und Animationsfilm: Marisa Villareale (Saarbrücken), Marc Scheffen (Luxemburg), Marc Bossaerts (Mons)
Videokunst/Experimentalfilm: Maja Sokolova (Saarbrücken), Ludwig Kuckartz (Köln/Eupen), Vincent Vicario (Nancy)
Dokumentarfilm: Stéphane Bubel (Nancy), Dr. Uli Jung (Trier), Jean-Lorin Sterian (Bukarest).



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