Filmschau Großregion 2018 aktuell

4.12.2018, 19:00 Uhr, N.N., Nauwieserstr.19, 66111 Saarbrücken:

“Strategien für diverses und gendersensibles Erzählen vor und hinter der Kamera”
Vortrag von Cornelia Grünberg, Autorin und Regisseurin, pro quote Film e.V., mit anschließender Diskussion.

Wer bin ich? Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Worin besteht der Sinn des Lebens? Menschen stellen diese Fragen seit urdenklichen Zeiten. Jede Generation braucht neue Antworten darauf, denn das, was wir wissen bzw. nicht wissen, verändert sich ständig. Wie also lautet angesichts all dessen, was wir über Wissenschaft, über Politik und über Religion wissen bzw. nicht wissen, die beste Antwort, die wir heute geben können? Wenn Menschen nach dem Sinn des Lebens fragen, erwarten sie in fast allen Fällen, dass man ihnen eine Geschichte erzählt. Der Mensch ist ein geschichtenerzählendes Lebewesen, das eher in Geschichten als in Zahlen oder Grafiken denkt und der Überzeugung ist, dass das Universum selbst wie eine Geschichte funktioniert, voller Helden und Schurken, Konflikten und Lösungen, Höhepunkten und Happy Ends. Wenn wir nach dem Sinn des Lebens suchen, wollen wir eine Geschichte, die erklärt, worum es in Wirklichkeit geht und worin unsere spezifische Rolle im kosmischen Drama besteht. Diese Rolle macht den Menschen zu einem Teil von etwas, das größer ist als er selbst, und gibt all seinen Erfahrungen und Entscheidungen einen Sinn. Was aber, wenn in den Geschichten hauptsächlich der männlich, weiße Teil der Menschheit, erzählt aus der Perspektive von Männern, vorkommt? Was hat das für Auswirkungen auf die Entwicklung der Menschen im 21. Jahrhundert?
Wir brauchen also dringend eine Modernisierung und einen Kulturwandel. Nur Filmgeschichten, die gestaltet werden von vielfältig und paritätisch besetzten Teams vor und hinter der Kamera, eröffnen zeitgemäße Perspektiven auf die Welt, auf Rollenbilder, auf visuelle Muster. Sie mobilisieren Publikum, das das aktuelle Kino nie erreicht oder längst verloren hat. Das geht nur mit Standards für diverses und gendersensibles Erzählen. Mit Beispielen aus den britischen, schwedischen und österreichischen Filminstituten werden wir diesen Weg aufzeigen und analysieren.


26.10.2018, Garellyhaus, Eisenbahnstraße 14, 66111 Saarbrücken:

Vor der Leinwand: Uwe Conradt, Carl Rolshoven
Philipp Müller, Gunter Moskau, Carl Rolshoven, Phil Christen, Hanna Buchheit, Thomas Scherer (von links vorn)

Filmschaffende aus der Großregion diskutieren über das Saarland als Filmstandort. Ein Abend, der neue Perspektiven, Wege und Möglichkeiten aufzeigen soll.
18:30 Uhr
Impuls: Uwe Conradt (Direktor der Landesmedienanstalt Saarland und Geschäftsführer der Saarland Medien)
19:15 Uhr Diskussionsrunde. Moderation: Carl Rolshoven
Bisher bestätigte Gäste:
Thomas Scherer (Regie: Unter Tannen)
Phil Christen (Resarevoir audiovisuäl)
Gunter Moskau (Kameramann)
Philipp Müller (Regisseur, Half Blue Media)
Hanna Buchheit (freie Filmschaffende)

Das Publikum ist im Anschluss eingeladen, mitzudiskutieren.

Veranstalter: Saarländisches Filmbüro e.V. in Kooperation mit Usus, resarevoir audiovisuäl.
Eintritt frei.