Filmwerkstätten aktuell

Samstag, 3. September, 20.00 Uhr: Filmwerkstatt mit dem Produzenten und Schauspieler Wolfgang Reeb und dem Regisseur Tor Iben im kino achteinhalb



Am Samstag, 03.09.22 um 20:00 Uhr zeigen wir den Film ZEIT DER MONSTER, der 2020 seine Premiere bei den Hofer Filmtagen feierte, im Kino achteinhalb in Saarbrücken.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit dem Produzenten und Schauspieler Wolfgang Reeb und dem Regisseur Tor Iben statt. Moderation: Lydia Kaminski (Saarländisches Filmbüro e.V.)

D 2020, R: Tor Iben, Produktion: Wolfgang Reeb, K: Michael Schorlepp, Sch: Markus Morkötter, D: Nina Queer, Wofgang Reeb, Susan Ebrahimi, Edda Petri, Fu Ciang Yang, Tobias Herrmann, Young-Shin Kim, Rummelsnuff, 83 Min.

Justine de Brest, eine ehemalige Zuhälterin, kommt aus Berlin in die saarländische Provinz. Sie hat eine heruntergekommene Bar, das “Trocadero” geerbt. Doch Platzhirschin ist seit langem Drag Queen Amanda von Hohenstüt, die allabendlich in ihrem eigenen Laden, dem “Why not?” auftritt. Zu trashigen Schlagern der 1970er Jahre produziert sich die in die Jahre gekommene Lokalgröße als sei die Zeit stehengeblieben. Doch mit Justines Auftauchen ist Schluss mit der verschlafenen Schlagerseligkeit der Drag Queens alter Schule. Die gutmütige Amanda muss sich von der wesentlich jüngeren Justine verspotten und erniedrigen lassen. Obendrein fängt die intrigante Zugereiste noch eine Affäre mit dem Stadtrat an. Es kommt zu einem unerbittlichen Wettkampf zwischen den Generationen bis Amanda schließlich zum Äußersten geht und zur Waffe greift. Es kommt zum Showdown der erbitterten Konkurrentinnen. (wikipedia.org)

Tragisch, lustig, authentisch und zugleich völlig überzeichnet, mit viel Herz und in jedem Fall ziemlich schräg kommt ZEIT DER MONSTER daher. In Saarbrücken, Neunkirchen, Blieskastel und Berlin gedreht, ist die “Zeitgeist-Satire”, wie Regisseur Tor Iben den Film am treffendsten beschrieben findet, für saarländische Cineasten ein besonderes Schmankerl. Schnell erkennt zumindest der Saarbrücker, dass das “Why not”, das Travestiekünstlerin Amanda von Hohenstüt führt, der Kunst- und Kulturclub “Die Winzer” in der Martin-Luther-Straße ist. Kein Zufall, denn der gehört Schauspieler Wolfang Reeb, der nicht nur die Amanda spielt, sondern auch der Ideengeber für den Film war. (Annabelle Theobald, Saarbrücker Zeitung)

Am Samstag, 16.7.2022, um 20 Uhr zeigt das Saarländische Filmbüro im Kino achteinhalb in Saarbrücken Kurzfilme von Niklas Bauer.
Der Regisseur wird im Anschluss an die Vorführung zum Gespräch mit dem Publikum anwesend sein. 
Moderation: Lydia Kaminski (Saarländisches Filmbüro e.V.)

Seine filmischen ersten Schritte ging Niklas Bauer im Saarland und verwirklichte kleine Projekte wie LONE VALLEY, welches den Preis für den besten Spielfilm beim Bandsalat 2014 gewann und seine Kurzdoku GESELLSCHAFTSSPIEGEL 2014, die beim Sonderpreis der Internationalen Wochen gegen Rassismus den Preis in der Kategorie Schüler gewann.

A DAY IN THE LIFE OF A BOY ist sein Bachelorabschlussfilm an der h-da Hochschule Darmstadt. Der Film fragt sich: Wie nimmt ein Autist seine Umwelt wahr und wie beeinflusst dies den Umgang mit anderen Familienmitgliedern? A DAY IN THE LIFE OF A BOY betrachtet den Mikrokosmos einer kleinen Familie, um genau diese Fragen zu beantworten.

Der Film TEXT ME WHEN YOU GET HOME ist sein Masterabschlussfilm. Er setzt sich mit sexueller Belästigung auseinander. Dabei nimmt der Film konsequent die Perspektive der Frau ein und wirft dieselben Fragen auf, die sie sich stellt, als sie nachts in das Auto eines Fahrers steigt. Wo beginnt sexuelle Belästigung? Ab wann fühle ich mich unsicher? Und wie können wir diese Situationen besser machen?

Auch frühere Filme stellen teils unangenehme Fragen mit der nötigen Empathie in den Raum. Seine Kurzdoku »§17«, die im Rahmen der HessenTalents 2020 auf der Berlinale lief, betrachtete das Thema der Geschwisterliebe und war darauf bedacht, niemals die Protagonist:innen zu bewerten.

In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kino achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

Am 25.05.2022 Filmwerkstatt mit Christian Bauer, Redakteur des SR im Kino Achteinhalb

Am Mittwoch, 25.05.2022, um 20:00 Uhr zeigt das Saarländische Filmbüro den Film „ABTEIL NR. 6“ von Juho Kuosmanen, der 2021 den Großen Preis der Jury in Cannes gewonnen hat.

Christian Bauer, Redakteur des Saarländischen Rundfunks, der als Koproduzent den Film begleitet hat, wird im Anschluss an die Vorführung zum Gespräch mit dem Publikum anwesend sein und spannende Hintergrundinfos über die Entstehung des Films teilen. Moderation: Lydia Kaminski (Saarländisches Filmbüro e.V.)

Das Roadmovie nach dem gleichnamigen Roman von Rosa Liksom begleitet die junge in Russland lebende Finnin Laura auf ihrer Reise per Zug ins arktische Murmansk, wohin sie zu Studien uralter Felszeichnungen aufgebrochen ist. Gerade erst verarbeitet sie die schmerzhafte Trennung von ihrer Freundin Irina und ist gar nicht begeistert, als sie ihr Abteil mit einem jungen russischen Minenarbeiter teilen muss, der so gar nicht in ihre Lebenswelt passt. Ljoha ist nicht nur ungebildet und ungehobelt, sondern bei der ersten Begegnung auch noch sturzbetrunken. Im Laufe der Reise erweist sich Lauras ungewollter Reisebegleiter als hartnäckiger Kommunikator, der immer wieder das Wort ergreift und sie in Gespräche verwickelt. Als der Zug eine Nacht auf einem Bahnhof stehen bleibt, lädt er sie zu einem Kurzbesuch bei seinen Verwandten ein. Nur zögernd stimmt sie zu, doch als sie mit liebevoll geschmierten Broten zurück ins Abteil kehren, hat sie mehr von der Lebenswirklichkeit Russlands kennen gelernt als in den Monaten zuvor in Moskau.
Am Beispiel der Annäherung dieser in Hinblick auf Nationalität und soziokulturellem Hintergrund so gegensätzlicher Menschen zeigt Juho Kuosmanen feinfühlig auf, dass ein Miteinander trotz großer Gegensätze möglich ist. Eine Weisheit, die nicht nur auf diesen Mikrokosmos anwendbar ist und dazu ermuntern soll, aufeinander zuzugehen und Gegensätze durch Kommunikation zu überwinden.

F/R/EST/D 2021, R: Juho Kuosmanen, B: Andris Feldmanis, Juho Kuosmanen, Livia Ulman, K: Jani-Petteri Passi, Sch: Jussi Rautaniemi, Koproduktion: Saarländischer Rundfunk, D: Seidi Haarla, Juri Borisow, Julia Aug, Dinara Drukarowa, Sergej Agafonow, Tomi Alatalo, 112 Min, FSK: 12, OmU.

Am 14.5.2022 im Kino Achteinhalb in Saarbrücken:


Am Samstag, 14.05.2022, um 20:00 Uhr zeigen wir das audiovisuelle Werk „Land(e)scape“ im Kino achteinhalb im Rahmen einer Filmwerkstatt.

Land(e)scape . at home“ ist ein inszeniertes fotografisch-musikalisch-literarisches Werk, das normalerweise via Handy in einem (per Post zugestellten) Kartontheater zuhause zur Aufführung kommt.
Im Kino achteinhalb ist die Arbeit erstmals außerhalb des dafür vorgesehenen Ein-Personen-Miniaturtheaters und gemeinsam zu erleben.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit den Künstler*innen und dem Publikum statt. Moderation: Lydia Kaminski (Saarländisches Filmbüro e.V.)

Land(e)scape“ nimmt mit auf eine Reise – mit Fotografien, mit Tönen, Klängen, Musik und Worten, die die drei Künstler*innen auf ihren Reisen in den vergangenen Jahren – gemeinsam und jede*r für sich – gesammelt haben, und die sie in Land(e)scape zu einem audiovisuellen Werk komponieren. Es erzählt von einer Expedition in einem eigentlich wohlbekannten Land, von der Lust des Aufbruchs und des Ausschreitens. Doch dann scheint alles etwas fremd. Dicker Nebel hat sich über Vertrautes gelegt. Alte Felsformationen sind zerbrochen. Über Nacht ist schroffes Neuland entstanden, in dem man sich erst zurechtfinden muss. Und die Reisenden bemerken, dass auch sie selbst neue Formen annehmen.

von und mit: Pierre Metzinger (Fotografie), Stefan Scheib (Klang, Kontrabass), Katharina Bihler (Text, Stimme), Peggy Hamann (Dramaturgie)
kollaborative Entwicklung des Kartontheaters: Liquid Penguin & s:coop / Hannes Käfer
Produktion Kartontheater: s:coop eG – die Kreativgenossenschaft
Grafik: Félix Metzinger

In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.



Filmwerkstatt mit der Regisseurin und Drehbuchautorin Ania Gauer am 9. April im Kino achteinhalb in Saarbrücken
[version française plus bas // französische Version weiter unten]

Am 9.4.2022 stellt das Saarländische Filmbüro e.V. in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur und dem Institut d’Études Françaises (IEF) die französische Regisseurin Ania Gauer im Kino achteinhalb im Rahmen einer Filmwerkstatt vor.
Gezeigt wird ihr Kurzfilm Comme des Grands (Adulting), den sie in Co-Regie mit Julien Gauthier realisiert hat und für den das Duo bereits zahlreich auf internationalen Festivals ausgezeichnet wurde. Anschließend findet die erste öffentliche Drehbuchlesung ihres aktuellen Filmprojektes mit deutschen und französischen Schauspieler*innen statt, unter anderem begleitet mit Fotos des Fotografen Paul Veritas. Der neue Film soll schon in diesem Jahr hier interkulturell und grenzüberschreitend in der Großregion entstehen! Es erwartet Sie ein spannender deutsch-französischer Filmabend voller Entdeckungen!

Praktische Infos:
09.04.2022 um 20 Uhr
Kino achteinhalb, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken
in deutscher und französischer Sprache
Eintrittspreis 6,50 Euro (Ermäßigter Tarif 5,50 Euro)

Anmeldung bis zum 6. April an: info@ief-saarbruecken.eu

Veranstaltung unter aktuell geltender 3G-Regelung und mit medizinischer Maske oder FFP2-Maske*   * für Details bezüglich der aktuellen Regelungen konsultieren Sie bitte die geltende Corona-Verordnung des Saarlandes 

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Atelier-rencontre en présence de la réalisatrice et scénariste Ania Gauer

Le 09 avril prochain, vous êtes chaleureusement convié.e.s à un atelier-rencontre franco-allemand avec la réalisatrice Sarregueminoise Ania Gauer et co-organisé par le Bureau sarrois du Film, le Ministère sarrois de l’éducation et de la culture et l’Institut d’Études Françaises (IEF).
Dans le cadre de cette soirée, vous aurez tout d’abord l’opportunité de visionner son dernier court-métrage Comme des Grands, coréalisé avec Julien Gauthier et très remarqué aux différents festivals internationaux. Vous aurez ensuite la chance d’assister en avant-première à la lecture publique du scénario de son prochain film par des acteurs.trices français.es et allemand.e.s. La lecture sera accompagnée d’œuvres du photographe Paul Veritas. Un projet conçu autour de l’interculturalité et de la dimension transfrontalière, et qui sera très bientôt réalisé dans la Grande Région ! Une soirée pleine de surprises et d’étonnements en perspective…

Infos pratiques:
Kino achteinhalb, Nauwieserstraße 19, 66111 Sarrebruck
en français et en allemand
Tarif d’entrée 6,50 Euro (tarif réduit 5,50 Euro)
Règles des 3G et avec masque médical ou FFP2*  *pour plus de détails, veuillez consulter la réglementation actuellement en vigueur en Sarre
Inscriptions jusqu’au 6 avril à : info@ief-saarbruecken.eu


Filmwerkstatt mit der elsässischen Regisseurin Simone Fluhr am Freitag, 25.3.2022, um 20 Uhr im Kino achteinhalb in Saarbrücken

Am Freitag, 25.3.2022, um 20 Uhr zeigt das Saarländische Filmbüro den Dokumentarfilm „L’homme, ce vieil animal malade“ („Der Mensch – dieses alte kranke Tier“) der Regisseurin Simone Fluhr im Rahmen einer Filmwerkstatt im Kino achteinhalb in Saarbrücken.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit der Regisseurin und dem Publikum statt. Moderation: Lydia Kaminski.
Der Film wird in französischer Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

Synopsis:
Als ich Jean-Luc Nancy begegnete, fragte ich mich, was es wohl bedeuten mag, sich die Philosophie zum Schicksal zu wählen. Das mag für die meisten von uns seltsam, wie etwas Fremdartiges in unserem Leben erscheinen. Dennoch ist Denken ein wenig wie Atmen, wir alle tun es unablässig, ohne uns dessen bewusst zu sein. Man braucht kein Gelehrter zu sein, um nach dem Sinn unseres Daseins in der Welt zu suchen. Daher hatte ich Lust, einen Philosophen auf die Erkundung der Fragen, die mich umtreiben, mitzunehmen. Um nicht ganz allein mit diesen Fragen zu bleiben, um sie gemeinsam zu erörtern.
Mit Jean-Luc Nancy bedeutet das, die Welt zu hinterfragen, seine Welt, die unsrige, bis an die Grenzen der Vernunft. Hierbei gehen wir auf ihre widerwärtigen und glanzvollen Seiten gleichermaßen ein, wo die Sprache manchmal versagt.

Länge: 83 Minuten, Kamera, Ton: Daniel Coche, Simone Fluhr, Montage: Simone Fluhr, Schnitt und Mischung Ton: Marc Rodicq, Farbkorrektur: Gautier Gumpper, Originalmusik: Richard Harmelle: Meral, mit Jean-Luc Nancy (Philosoph), Miquel Barcelo (Maler) und Gérard Haller (Dichter) und Charlot, auch bekannt als Emmanuel K.

In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.