Filmwerkstätten aktuell

Freitag, 7. Dezember 2018, 20.00 Uhr


Auf Einladung des Saarländischen Filmbüros e.V. ist Lydia Kaminski
am Freitag, 7.12., 20.00 Uhr zu Gast im
kino achteinhalb. Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken.

Lydia Kaminski gibt mit einem Animationsfilm, einem Dokumentarfilm und einer Videonstallation Einblick in ihr vielseitiges künstlerisches Schaffen.

SO FAR
A 2015, R: Lydia Kaminski, 13:45 Min
SO FAR ist ein handgezeichneter Film, der auf den Erfahrungen von drei Migrant*innen basiert, die in Wien ein neues Leben beginnen wollen. Er zeigt ihren ersten Tag in der Stadt und gibt Einblicke in ihre gemischten Gefühle bei der Ankunft und beim Abwägen ihrer Perspektiven. Der Stop-Motion-Film ist die Abschlussarbeit von Lydia Kaminski im Studiengang Social Design an der Universität für Angewandte Kunst Wien.

RÖMERKASTELL – SAARBRÜCKEN IST NICHT BERLIN
D 2017, R: Lydia Kaminski, 77 Min
Auf den ersten Blick scheint das Gelände der alten Becolin-Farbenfabrik am Römerkastell eine Industrieruine am Stadtrand zu sein. Erst wenn der achtzigjährige Riese aus Stahl und Beton unter den Bässen elektronischer Musik ächzt, wird klar, dass er eine neue Funktion gefunden hat. Eine Gruppe junger Menschen hat ihn zu ihrem Zentrum gemacht und dort ihre Visionen verwirklicht. Tausende kommen zu Veranstaltungen mit den Namen “Atelier Bizarre” oder “Bon Voyage”, um sich an der Magie des Ortes zu berauschen. Durch den Kauf des Geländes scheint der Traum auf seinem Höhepunkt zu zerplatzen. Während der letzten Monate taucht die Kamera zum Soundtrack heller Nächte durch den Alltag innerhalb der alten Mauern und beobachtet den Auf- und Abbau von Illusionen.

METAMORPHOSE
D 2016, R: Lydia Kaminski und Philipp Neumann, 10:29 Min
Wenn ein Industriezweig stirbt, werden ehemalige Industriebauten zu Denkmalen, Mahnmalen oder Zeitzeugen. Metamorphose ist eine dreigeteilte Videoarbeit, die sich mit der Bedeutung dieser Bauten für die Identität einer Region auseinandersetzt. Die Arbeit ist eine Mischung aus Handzeichnung, Scherenschnitt und Realbild in Stopmotion. Die Arbeit wurde ursprünglich als Gesamtinstallation in einem eigens konzipierten, mit Wasser gefüllten Raum auf dem “Festival Perspectives” 2016 in Saarbrücken aufgeführt.

Philipp Neumann zeigt an diesem Abend eine weitere Videoinstallation:

Kuckuck
D 2018, R: Philipp Neumann, 8 Min im Loop
Videoinstallation mit motorisch schwenkbaren Monitoren. Zu sehen sind Augen, starr und scharf. Durch die Interaktion der organischen Videos mit den motorischen Bewegungen entsteht eine Art von Leben.

Kurzbiografie Lydia Kaminski
Lydia Kaminski ist Filmemacherin und Malerin. Nach ihrem Diplom in Modedesign 2009 arbeitete sie einige Jahre als Kostüm- und Modedesignerin. Sie lebte einige Zeit in Schweden und den Niederlanden. Von 2013-2015 studierte sie Social Design in Wien und graduierte dort mit ihrem Stopmotionfilm SO FAR. Seitdem widmete sie sich ganz ihrer künstlerischen Arbeit. Diese reicht von Zeichenarbeiten und Malerei bis zu Stopmotionfilm und Dokumentarfilm.
Seit 2016 arbeitet sie auch mit dem Künstler Philipp Neumann. Gemeinsam entwickeln sie multimediale Installationen.


Donnerstag, 15.11. und Freitag, 16.11., 20.00 Uhr

Auf Einladung des Saarländischen Filmbüros e.V. ist Ralph Schwingel zu Gast im
kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken.
Ralph Schwingel zeigt zwei der annähernd zwanzig Kinofilme, darunter europäische Koproduktionen, die er in eigener Firma (Wüste Film Hamburg) produziert hat:
GEGEN DIE WAND (D 2004, Regie: Fatih Akin) am 15.11.
SCHENK MIR DEIN HERZ (D 2010, Regie: Nicole Weegmann) am 16.11.

Der Saarländer Ralph Schwingel gilt als Entdecker des Hamburger Jungs Fatih Akin, mit dem er zehn Jahre lang intensiv zusammen gearbeitet hat. Filmisch bewegte Ralph Schwingel sich meist an den Demarkationslinien des Autorenfilms und jederzeit an denen des eigenen Geschmacks, der in ausreichender Häufigkeit die Vorlieben eines unverwüstlichen, aber aussterbenden Arthouse-Publikums traf, das auch Ausflüge ins leichtere Lustspiel – IM JULI, FC VENUS, KEBAB CONNECTION – in nachsichtiger Heiterkeit in Kauf nahm.
Hin und wieder bewegte sich RS in der Sphäre des Primetime-Fernsehfilms und das nicht einmal ungern. Die Bündigkeit des Auftrags – in den ersten Minuten mit dem Funktionieren anfangen und den Zuschauer gegen die Verlockung, Millionär zu werden oder dabei zuzusehen, bei der Stange halten – ersparte vor allem die Umwege verursachende Vorstellung, es handele sich beim Filmemachen um Kunst. Als nachteilig erwies sich die jeweilige retrospektive Erleuchtung der Fernsehmacher, die an die kurzatmigen Wahrheiten glaubten, die sie aus dem Kaffeesatz der Einschaltquoten lesen zu können meinten.
Ralph Schwingel unterrichtete mehrere Jahre nebenberuflich und gern an Filmhochschulen. Mehrere Semester vertrat er an der HFF Babelsberg Konrad Wolf eine Drehbuchprofessur, bis er sich selbst zu weiterem Lernen entschloss und sich an die Universität Hamburg begab, um seinem Bildungsabschluss aus den frühen 1980er Jahren – dem Diplom in Psychologie – die Qualifikation als Psychotherapeut hinzu zu fügen.
Die Aufgabe des Erzählens ist ihm in der klinischen und ambulanten Therapie erhalten geblieben, denn im Ergebnis arbeitet Schwingel immer noch an der Gestaltung des zu Erzählenden: der Dramaturgie der Aufdeckung. Allerdings findet das Storytelling jetzt in privaten Séparées statt, die, im Gegensatz zum Kinoraum, nicht mehr abgedunkelt sind.
Er nähert sich vorsichtig dem Rentenalter und ist seit wenigen Wochen approbierter tiefenpsychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis in der Hamburger Innenstadt. (Ralph Schwingel)

Zu den Filmen:
GEGEN DIE WAND
D 2004, Regie: Fatih Akin, B: Fatih Akin, K: Rainer Klausmann, Sch: Andrew Bird, P.: Ralph Schwingel, D: Birol Ünel, Sibel Kekilli, Cem Akin, Adam Bousdoukos, Mehmet Kurtulus, Hermann Lause, Catrin Striebeck, 121 Min, FSK: 12, Sehenswert ab 16, teils OmU

In einem Krankenhaus in Hamburg-Altona lernen sich zwei türkische Selbstmörder kennen: eine junge Frau und ein 40-jähriger Gelegenheitsarbeiter. Um der Frau ein selbstständiges Leben außerhalb ihrer traditionsverhafteten Familie zu ermöglichen, gehen sie eine Scheinehe ein. Das Zweckbündnis funktioniert so lange, wie keine Gefühle ins Spiel kommen. Als der Mann im Affekt einen ihrer Liebhaber erschlägt, flieht sie nach Istanbul, wo sie sich Jahre später wiederbegegnen.
Vitales, fabulierfreudiges Drama aus dem Umfeld der zweiten und dritten Generation deutsch-türkischer Immigranten, das zwischen Tragikomödie und Melodram changiert. Von einer waghalsigen Dramaturgie und hervorragenden Schauspielern getragen, überzeugt der Film durch die erfrischende Verbindung von purem Kino und der Realität abgelauschter Details. (Josef Lederle, filmdienst.de)
Fatih Akin gelingt einerseits ein spannendes und äußerst authentisches Porträt junger Türken in Deutschland. Zum anderen aber – und das macht Akin zu der herausragenden Figur innerhalb der deutschen Filmszene – ist seine Geschichte einer Amour fou von nahezu universellem Zuschnitt. Trotz der Verortung in einem klar begrenzten sozialen Milieu bieten die Charaktere auch dank der hervorragenden Performance von Birol Ünel und Sibel Kekilli genügend Raum für Identifikation. Und genau daraus und aus der Rauheit und Direktheit der Erzählung bezieht GEGEN DIE WAND seinen unwiderstehlichen Sog. (Joachim Kurz, kino-zeit.de)

SCHENK MIR DEIN HERZ, D 2010. Regie: Nicole Weegmann, B: Ruth Toma, K: Sten Mende, M: Bernd Begemann, Sch: Andrea Mertens, P: Ralph Schwingel, D: Peter Lohmeyer, Paul Kuhn, Mina Tander, Catrin Striebeck, Louis Klamroth, Katja Geist, Bernd Birkhahn, Joe Sydow, 91 Min, FSK: 0

Die tragikomische Geschichte um einen verwirrten Popstar, der nicht nur musikalisch eine neue Chance bekommt. Schlagerstar Alexander Ludwig leidet nach einem Herzinfarkt unter massiven Gedächtnisstörungen. Ihm entgleitet immer wieder, wer er eigentlich ist und was er will. In einer Rehabilitationsklinik trifft er auf Heinrich, einen nach Schlaganfall halbseitig gelähmtem Pianisten. Mit zwei weiteren Versehrten gründen beide eine Jazzcombo. Dass Alexander seine eigene Musik nicht mehr erkennt und viel mehr abscheulich findet, ist für ihn weniger tragisch als der Umstand, dass ihn eine junge Frau ständig besucht und behauptet, er hätte sie vor zwei Jahren geheiratet, dabei erinnert er sich an eine ganz andere Familie…
Eine Geschichte, geprägt von unbedingter Zuneigung zu den Figuren und voller Optimismus, die davon erzählt, dass selbst aus einer Katastrophe etwas Neues, Besseres entstehen kann. (wuestefilm.de)
“Dieser Film besticht durch seine Leichtigkeit, seine Präzision, seine grandiose Ausstattung und seine Liebe zu den Figuren. Traurig und wehmütig auf der einen Seite, humorvoll, ironisch auf der anderen, findet er eine ungewöhnlich feine Balance, die den Zuschauer charmant einfängt.” (Aus der Laudatio der Hamburger Jury zum Produzentenpreis an Ralph Schwingel 2010 im Rahmen des Filmfestes Hamburg)

Im Anschluss an die Filmprojektion steht Ralph Schwingel zum Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.
Moderation: Uschi Schmidt-Lenhardt
Anschließend besteht bei einem kleinen Umtrunk Gelegenheit zum weiteren Austausch.
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In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem kino achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.


Freitag, 19.10.2018, 20.00 Uhr:

Im Rahmen der Reihe “Filmwerkstatt” zeigt der Regisseur Philipp Majer im
kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken
seinen Dokumentarfilm
DIE KLEINSTADT
D 2018, Regie, K, Sch: Philipp Majer, M: Datashock, Farbmischung: Julian Clemens, Illustration: Joni Majer, Typografie: Bernd Pegritz, Tonbearbeitung: Roman Conrad, Bernhard Wittmann, Übersetzung und Untertitel: Stephan Philipp, Grafik: Birte Spreuer, 67 Min

Pirmasens ist eine kleine Stadt mitten im Pfälzer Wald im Südwesten Deutschlands mit rund 40.000 Einwohnern. Es gibt einige strukturschwache Regionen in Deutschland, doch die einstige
Schuhmetropole hat es besonders hart getroffen. Gebeutelt vom Niedergang der Schuhindustrie und dem Wegzug der amerikanischen Streitkräfte, verlor die Stadt Arbeitsplätze und massenhaft Bewohner. Momentan macht sie mit extremen Negativschlagzeilen (Spiegel, Süddeutsche, Die Zeit, etc..) und rekordverdächtigen Statistiken (bundesweit niedrigste Lebenserwartung, zweithöchste Pro-Kopf-Verschuldung, etc.) auf sich aufmerksam. Und doch gibt es Menschen, die sich für ein Leben in Pirmasens entschieden haben!
Dieser Film porträtiert sie: Menschen, die nicht viel gemeinsam haben, außer der Liebe zu ihrer Stadt: Sieben Charaktere verschiedener sozialer Schichten. Sie zeigen uns ihr Leben, was sie lieben und manchmal eben auch, wie sie leiden. Diese Menschen könnten überall leben, sie leben aber in Pirmasens. Das prägt sie und sie prägen Pirmasens. Sie sind die Stadt, ähmmm … die Kleinstadt! (Philipp Majer)
Seinen Film versteht Majer als eine Liebeserklärung an Pirmasens. Wenn der Dokumentarfilmer über die Stadt spricht, wird sein Blick weich. “Die Stadt hat mir so viel gegeben, vor allem die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Das war mit die schönste Zeit meines Lebens.”
(rheinpfalz.de).

Im Anschluss an die Vorführung und das Filmgespräch besteht bei einem kleinen Umtrunk Gelegenheit zum weiteren Austausch.


Mittwoch, 10.10.2018, 20.00 Uhr:

Im Rahmen der Reihe “Filmwerkstatt” zeigt der Regisseur Klaus Gietinger
im kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken

Diskussion mit dem Publikum nach der Vorstellung

LENCHEN DEMUTH UND KARL MARX – WIE EIN SAARLÄNDISCHES HAUSMÄDCHEN
GESCHICHTE SCHRIEB
D 2018, Regie: Klaus Gietinger, B: Klaus Gietinger, Mitarbeit: Uschi Schmidt-Lenhard, K: Gunter
Moskau/Klaus Gietinger, Redaktion: Wolfgang Wirtz-Nentwig, SR, D: Iris Reinhardt-Hassenzahl als junges Lenchen, Alice Hoffmann als altes Lenchen, 45 Min, Dokudrama

“Sie war stets heiter, stets hilfsbereit, stets lächelnd”, erzählte Wilhelm Liebknecht. Lächelnd soll sie auch des Öfteren Karl Marx beim Schach geschlagen haben. Eine Siegerin war sie dennoch selten in ihrem harten Leben. Helena Demuth, geboren am 31. Dezember 1820 als fünftes von sieben Kindern in St. Wendel, musste schon früh als Dienstmädchen arbeiten. Etwa 1837 kam sie in den Haushalt der Familie von Westphalen in Trier. Dort freundete sie sich mit Jenny, der Tochter des Hauses, an. 1843 heiratete Jenny Karl Marx; Lenchen Demuth wurde Hausmädchen, enge Vertraute der Familie, ordnete das Chaos und bewahrte ein Geheimnis für sich. Heute gilt sie als das berühmteste Dienstmädchen der Welt.
Autor und Regisseur Klaus Gietinger zeichnet in seinem Doku-Drama die Lebensgeschichte von Lenchen Demuth nach und erhellt dabei auch die Hintergründe des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs im 19. Jahrhundert. In einer Mischung aus Spielszenen, Originaldokumenten und mittels einer Spurensuche im Saarland, in Trier, Brüssel, Paris und London begleiten wir, zusammen mit ihren Nachkommen, Lenchen auf ihrem ungewöhnlichen Lebensweg, wird Geschichte sehr lebendig. So erschließt sich über das Schicksal eines Dienstmädchens aus dem Saarland das Leben und Werk von Karl Marx mit einer sehr persönlichen Dimension auf ganz neue Art. (Klaus Gietinger).

Klaus Gietinger, Uschi Schmidt-Lenhard, Alice Hoffmann und Mitglieder des Teams werden zum Filmgespräch anwesend sein.

Im Anschluss besteht bei einem kleinen Umtrunk Gelegenheit zum weiteren Austausch.


Filmwerkstatt im Gespräch: Der saarländische Filmemacher Holger Koch

THE ASIAN TAPES
22. September 2018, 20:00 Uhr, Kino Achteinhalb, Saarbrücken
D 2014 bis 2016, Regie, Kamera und Schnitt: Holger Koch, Musik: Holger Koch, Mathias Hauck, Darsteller und Sprecher: Mark Heydrich, 68 Min
* Holger Koch wird zur Diskussion anwesend sein *
Eine lebendige Bilderreise durch die vielseitige Welt der asiatischen Kultur in drei Teilen: Zu Beginn befremdliche Eindrücke voller intensiver Nähe in einer Reihe von Experimentalfilmen aus Südkorea und China. Es folgt ein subjektiver Reisebericht mit ungewohnten Einblicken in die chinesische Gesellschaft aus westlicher Sicht. Zum Abschluss ineinander verwobene Bilder, welche die Mentalität und Ästhetik Japans unter den Aspekten von Natur, Technik und Mensch miteinander verbinden. Die sieben Kunstfilme aus den Jahren 2004 bis 2016 transportieren durch unterschiedliche filmische Techniken die Vielfalt der faszinierenden asiatischen Lebensweise.
(Holger Koch, Saarbrücken im Juni 2018).


Filmwerkstatt 13. Juli 2018, 20.00 Uhr, kino achteinhalb, mit der Regisseurin und
Autorin Lydia Bruner

Perle
Grober Unfug
What about us?
Every 8 seconds

 

 

 

 

Auf Einladung des Saarländischen Filmbüros e.V. ist die saarländische Filmemacherin Lydia Bruna im Rahmen der Reihe “Filmwerkstatt” zu Gast im kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken.

Lydia Bruna zeigt 7 Kurzfilme aus den Jahren 2011 bis 2016 und steht zum Gespräch über ihre Arbeit als Regisseurin und Autorin zur Verfügung.

1. PERLE, D 2011, 21 Min
Perle umgibt sich lieber mit Jungs als mit Mädchen. Doch als sie eines Abends Eva in einer Kneipe begegnet und mit ihr den Abend verbringt, wird sie unerwartet mit ihrer Weiblichkeit konfrontiert.

2. GROBER UNFUG, D 2013, 15 Min
Punk Patrick hat die Nase voll vom System und haut von zu Hause ab; Kerstin und Dennis sind Anfang Zwanzig und dabei zu heiraten; eine Gruppe Larp-Orks hat ihr jährliches Lager am Waldrand und der Pferdemetzger führt sein neustes Opfer zur Schlachtbank, während Frau Schmidt mit ihrer Freundin redet und der Streifenpolizist Herr Stolze wiedermal nichts zu tun hat. Anscheinend ein ganz normaler Tag im saarländischen Mosbach – wäre da nicht diese Sache, die Dennis Kerstin noch unbedingt sagen muss.

3. WHAT ABOUT US? UK 2014, 9 Min, engl. OV
Sally und Max leben zusammen in einer britischen Studenten-WG. Sally wird schwanger und plötzlich müssen sie ganz schnell erwachsen werden und erwachsene Entscheidungen treffen.

4. EVERY 8 SECONDS, UK 2015, 7 Min, engl. OV
Idas Freund ist Tierbefreiungsaktivist. Heute nimmt er sie zum ersten Mal mit.

5. A FEMINIST DATE, UK 2015, 3 Min, engl. OV
Eine kurze Komödie über erste Dates, Missverständnisse und Feminismus.

6. MENAI, D 2016, 15 Min, OmeU
Rhona ist eine junge Frau, die zur Druidin ausgebildet wird. Sie und ihre Leute haben ihr Leben dem Dienst für die Götter und deren heiligen Orten gewidmet. Wenn die Neuigkeiten eines römischen Angriffes das Dorf erreichen, wird Rhona vor die Entscheidung gestellt, ob sie loyal zu ihrem Glauben dem Tod ins Gesicht sehen wird oder mit ihrer besten Freundin Mya flieht. Die Geschichte basiert auf den Geschehnissen des Menai Massaker von 60 v. Chr.

7. FLASCHENDREHEN, D 2016, 15 Min
Auf einer Grill-Party landet Chris, die lieber ein Junge wäre, durch eine magische Höhle in einem keltischen Dorf. Dort trifft sie die keltische Anführerin und Kriegerin Brid und lernt, dass auch Mädchen stark sein dürfen.

A feminist date
Menai
Flaschendrehen

 

 

 

 

Kurzbiographie Lydia Bruna

Lydia Bruna ist Regisseurin und Drehbuchautorin mehrerer auf Festivals prämierter Kurzfilme.

Ihre ersten Schritte als Filmemacherin machte sie in unterschiedlichen Positionen für verschiedene deutsche Fernsehproduktionen, u.a. “Soko Köln” (ZDF) und “Großstadtrevier” (ARD) und absolvierte ein sechsmonatiges Schauspiel-Intensivtraining, um genauer mit ihren Schauspielern arbeiten zu können. Anschließend begann sie ein Regiestudium an der renommierten Bournemouth Film School (AUB) in England, welches sie im Sommer 2016 erfolgreich abschloss.

Seither hat sie zwei Fernsehproduktionen als Regisseurin und Autorin fertiggestellt: Die Kinderkurzfilme “Flaschendrehen” und “Kleine Helden” entstanden im Auftrag der EBU, BBC, ARD und KiKa in Zusammenarbeit mit dem SR. Als Teil des EBU Childrens Drama Exchange laufen die Filme in der BBC, ARD, dem Kika und in über 6 weiteren Sendern in anderen Ländern, sowie auf nationalen und internationalen Festivals. “Flaschendrehen” gewann den ersten Preis seiner Kategorie auf dem Festival Internacional de Cine y Audiovisual Infantil y Juvenil Venezuela und war in der “Official Selection des Chicago International Children’s Film Festival” und “Evolution! Mallorca International Film Festival”. Zur Zeit arbeitet sie an der Entwicklung und Umsetzung des dritten Kinderkurzfilms für diese Reihe.

Nach der Filmvorführung und dem Filmgespräch besteht bei einem kleinen Umtrunk Gelegenheit zum weiteren Austausch.

In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem kino achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.


Filmwerkstatt Montag, 14. Mai, 20.00 Uhr, kino achteinhalb mit GUTLAND

Andreas Lenhard (Moderation), Leo Folschette (Darsteller), Govinda Van Maele (Regie), v. links


und mit Uschi Schmidt-Lenhard (Moderation)

Auf Einladung des Saarländischen Filmbüros ist der Luxemburger Regisseur Govinda Van Maele am 14. Mai um 20.00 Uhr zu Gast im kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken.
Govinda Van Maele zeigt seinen Film GUTLAND.
Nach der Aufführung Filmgespräch mit Uschi Schmidt-Lenhard und Andreas Lenhard.

GUTLAND
Lux/B/D 2017, R u B: Govinda Van Maele, K: Narayan Van Maele, Sch: Stefan Stabenow, M: Mocke, D: Frederick Lau, Vicky Krieps, Marco Lorenzini, Leo Folschette, Gerard Blaschette, Irina Blanaru, FSK: 12, 107 Min

Ein Filmtrailer unter diesem Link

Ein Deutscher namens Jens flüchtet nach einem bewaffneten Überfall in ein kleines luxemburgisches Dorf. Er behauptet, auf der Suche nach Saisonarbeit zu sein, jedoch neigt sich die Erntezeit bereits dem Ende zu. Er bleibt erfolglos. Lucy, Tochter des Bürgermeisters, die er am Abend in der Dorfkneipe kennenlernt, macht ihm Avancen und geht mit ihm ins Bett. Am nächsten Morgen bekommt er einen Job angeboten.
Während Jens seine Arbeit macht und langsam eine intensivere Beziehung zu Vicky aufbaut, droht ihn seine Vergangenheit einzuholen. Aber auch die Dorfbewohner haben offensichtlich dunkle Geheimnisse, die sich bruchstückhaft offenbaren. Und während Jens sich weiter und weiter in das Dorfleben integriert, verändert er sich. (dejavu-film.de)

“Langsam lebt sich Jens in Schandelsmillen ein und auch seine Beziehung zu Lucy wird intensiver, doch die teils aufdringlich freundlichen Dorfbewohner hält er stets auf Abstand, immer in Sorge, seine finstere Vergangenheit könnte entdeckt werden. Doch bald stellt er fest, dass auch einige seiner Nachbarn ihre dunklen Geheimnisse haben.” (filmstarts.de)

“Der Ursprung für diese Geschichte findet sich in meiner Kindheit im ländlichen Luxemburg: Erinnerungen an endlos lange Sommer, die rustikale Schönheit des Bauernlebens – gefärbt durch den gelegentlichen, flüchtigen Blick in eine dunklere Welt, welche Kindern normalerweise verborgen bleibt. Es ist dieses eigenartige Gefühl aus Melancholie und Furcht, sowohl schön als auch zutiefst verstörend, das den Ausgangspunkt zu GUTLAND bildet.” (Govinda Van Maele, Filmfestival Max Ohpüls Preis Katalog 2018)

In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem kino achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

Das Saarländische Filmbüro bedankt sich beim Filmfund Luxemburg für die Unterstützung der Veranstaltung!
Die Reihe Filmwerkstatt wird gefördert von der Saarland Medien.


Erster Filmwerkstatt-Abend 2018: Mittwoch, 21. Februar, 20.00 Uhr, kino achteinhalb

Michael Strauss, Matthias Segner und Ute Biedinger sind auf Einladung des Saarländischen Filmbüros zu Gast im kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken. Sie zeigen zwei gemeinsam realisierte Filme aus den Jahren 1989 und 1991 und stehen im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung.

DADRAMA
D 1989, eine Teamarbeit von Michael Strauss (Kamera u. Idee), Matthias Segner (Musik u. Ton), Ute Biedinger (Schnitt). Akteure: Theater an der Ruhr, P: Strauss/Segner, Hexadventure Event 1989, 4 Min.
DADRAMA ist ein Kurzfilm ohne gesprochene Worte. Musik ist das bestimmende Moment für den Rhythmus der Bildmontage. “Theater lebt”, dabei meint die universelle Botschaft Theater als Spiegel unserer Zeit, Theater als wachsendes Moment im Alltagsleben. Die spezifische Bedeutung weist auf die Zukunft des Theaters bei der Suche nach neuen, visuellen Darstellungsformen. Die Zukunft hat schon begonnen. Robert Ciullis “Theater der Bilder” geht neue Wege. Aus diesem Stoff baut der Film eine Collage von Porträts, die Träume und Phantasien vorführen. Szenen, in denen Personen sich repräsentieren als Allegorien. Musik, die Muster orientalischer und occidentaler Welt verbindet.

THE LORD OF CHESSBOARD – PORTRÄT DES KÜNSTLERS CLAUDE JATÉ
D 1991, Regie: Matthias Segner, Michael Strauss, Ute Biedinger, 50 Min
Das filmische Porträt will eine Annäherung an die “Kunstwelt” des in Saarbrücken lebenden Malers und Aktionskünstlers Claude Jaté wagen. Der Film ist gleichsam eine Spurensuche nach Wahrheiten, in dem was Claude sagt und tut. Im Mittelpunkt stehen ehrliche Antworten, die Auseinandersetzung mit Gefühlen und Ängsten eines in unserer schon von apokalyptischem Licht berührten Welt  arbeitenden Künstlers. Im Prolog erklärt Claude Jaté die beiden Farben Blau und Weiß zu Symbolen für zwei grundsätzliche Gefühlszustände: Blau – die reale Außenwelt, mit all ihren Zwängen, der Not der Duldsamkeit; Weiß, die (innere) Freiheit des Künstlers, die Freiheit, sich zu artikulieren.
Was Jaté mitzuteilen hatte, wurde über den Zeitraum eines Jahres (1991) dokumentiert, teils der authentischen Situation entnommen, teils (nach)inszeniert.

In der Reihe “Filmwerkstatt” lädt das Saarländische Filmbüro e.V. in Zusammenarbeit mit dem kino achteinhalb Filmschaffende aus der (Groß-) Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.


Die 102. Filmwerkstatt:
Von Bogotá nach Kleinblittersdorf. Videogeschichte der Barrero Geschwister.

21. September 2017 · 20:00 Uhr, Kino Achteinhalb, Nauwieser Straße 19, Saarbrücken

Camilo, Kulturwissenschaftler und ehemaliger Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und Alejandra, Politologin und Gründerin des Latino Vereins Dream Corner e.V., präsentieren ihr soziales Engagement anhand ihrer cinematographischen Arbeit.
Tausende Kilometer haben beide Geschwister aus der 10 Millionen Metropole zurückgelegt, um ihre Heimat im Saarland zu finden. Seit ihrer Kindheit war die Kamera ein Werkzeug, um Geschichten zu erzählen.
Camilo hat im Laufe der Zeit Erfahrung im Medienbereich gesammelt; durch eigene Projekte und die Gründung seines eigenen Sozialunternehmens und Filmproduktionsfirma. Besonders viel Erfahrung hat Camilo mit dem Filmregisseur Michael Koob, dem Theaterregisseur Martin Haberstroh und seiner Arbeit bei dem Eventmanagement mit dem Filmregisseur Hagen Gottschalk beim Max-Ophüls-Festival gesammelt. Alejandra lernte als Fernsehproduzentin in ihrem Heimatland insbesondere im Bereich Politik im Parlament. Für beide Geschwister ist es klar, dass sie mit dem Thema Filme verbunden sind- eine Stimme geben für diejenigen, die keine haben. Während sie sich selbst in einer neuen Gesellschaft integrieren sollten, haben sie sich zusammen sozial engagiert und andere Initiativen mit ihrer Kunst unterstützt. Diese Arbeit wurde mehrmals anerkannt, u.a. von der europäischen Kommission, Créajeune, dem Willkommenspreis des Familienministeriums und den Bandsalat Café Exodus.
(Camilo Barrero).
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Die 101. Filmwerkstatt
Im Gespräch: Der Konzeptkünstler Alexander Karle. Videoarbeiten
14. Juni 2017, 20.00 Uhr, kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, Saarbrücken

Am Anfang war das Licht, eine High 8 Kamera und ein Skateboard. So fing Alexander Karle vor 15 Jahren an, die Welt durch die Linse zu betrachten und festzuhalten und hat dieses Werkzeug, zwar mit
Unterbrechungen, nie wieder losgelassen. Über sein erstes Filmprojekt, einem Skateboardvideo “rolllust”, kam das Interesse für den öffentlichen Raum und dem Wunsch, mit dem Leben darin bildnerisch zu arbeiten. So entstanden eine Vielzahl unterschiedlicher Videoarbeiten, deren roter Faden sich mehr in der Form als im Inhalt finden lässt und deren Anspruch stets war und nach wie vor ist, mit einfachen Mitteln zu arbeiten und fast gänzlich ohne Effekte im Schnitt auszukommen. So mündet dies konsequent in den letzten Jahren immer mehr dahin, dass er seine eigene Person als Hauptarbeitsmaterial nutzt und diese performativen Interventionen als One Take zeigt. Da er seine Videoarbeiten sonst im Ausstellungskontext verankert und nur kryptisch verbal vermittelt, ist es für ihn eine besondere Freunde, die Einladung anzunehmen und einen Überblick seiner Videokunst gemeinsam mit dem Publikum zu sehen und zu besprechen.

Der Abend wird moderiert von dem Medienkünstler Volker Schütz.


Die 100. Filmwerkstatt!
8. Juni 2017, 20:00 Uhr, Kino Achteinhalb Saarbrücken
“Eduard Zuckmayer – Ein Musiker in der Türkei”
Dokumentarfilm von Barbara Trottnow.
Im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin Barbara Trottnow und dem Kameramann Jonas Trottnow

Eduard Zuckmayer emigrierte 1936 in die Türkei, weil die Nazis ihm Berufsverbot erteilt hatten. Auf Wunsch von Atatürk baute er in Ankara die Musikausbildung auf. Er blieb bis zu seinem Tod 1972 und ist in der Türkei noch heute ein bekannter und geschätzter Mann. Der Film sucht nach den Spuren, die er dort hinterlassen hat.
Geboren wurde Eduard Zuckmayer 1890 in Nackenheim bei Mainz, er ist der ältere Bruder des Schriftstellers Carl Zuckmayer. Sein musikalisches Talent wurde bereits in Kindertagen deutlich. Er begann eine erfolgreiche Karriere als Pianist, verlagerte aber schon in Deutschland seinen Schwerpunkt auf die Musik- pädagogik. In der Türkei weckte er das Interesse an klassischer, westlicher Musik, legte aber auch viel Wert darauf, Musik allen Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Er übersetzte deutsche Volkslieder ins Türkische und arrangierte türkische Stücke mehrstimmig.
In Ankara leben noch ehemalige Studenten von ihm, die erzählen, wie er sie gefördert hat, aber auch wie er gelebt hat. Seine Tochter Michele berichtet von ihrer Kindheit in Ankara und Edzard Reuter, ehem. Mercedes Manager, schildert seine Erinnerungen an Eduard Zuckmayer und die damalige Zeit, er war mit seiner Familie bis 1946 in Ankara im Exil.
Im Mittelpunkt des Films aber stehen Musikprojekte, die weiter in der Tradition von Eduard Zuckmayer arbeiten, und ein Besuch an der Gazi Universität in Ankara, seiner Wirkungsstätte. Der Film fragt auch danach, wie gut er integriert war.